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Influencer Marketing richtig einsetzen

Der eigenen Marke ein Gesicht geben, eine bekannte Persönlichkeit mit passenden Werten als Sprachrohr nutzen – das ist nicht neu, die Multiplikatoren schon. Wie du Influencer Marketing & Kooperationen erfolgreich umsetzt, verraten wir dir in diesem Blogpost.

Was ist Influencer Marketing?  

Bekannte Personen in den neuen sozialen Medien heißen Juliabeautxjoesthetics oder pilotpatrick. Alle haben eins gemeinsam, sie geben rund um die Uhr der breiten Öffentlichkeit Einblicke in ihr Leben und zumeist eines auszeichnenden Hobbys. Die Anhängerschaft wächst dabei auf sechs- bis siebenstellige Zahlen. Mit ihrer eigenen Meinung beeinflussen die Internet-Stars ihre Fans und Follower – daher die Begrifflichkeit des Influencers. Wenn joesthetics diese oder jene Sportbekleidung als besonders geeignet für sein Fitnesstraining hält, dann interessiert sich auch ein Großteil derer, die ihm folgen, für die Produkte. Diese Personengruppe mit den eigenen Produkten zu erreichen, wird durch gezielte Kooperationen mit Influencern möglich. Doch wie gehst du das erfolgreich an? 

Wann kommt Influencer Marketing in Frage? 

Die Zusammenarbeit mit reichweitenstarken Influencern*innen im Netz ist vergleichbar mit Empfehlungsmarketing. Nutzer eines sozialen Netzwerks folgen einer Person, da sie ein ähnliches Interesse teilen sowie Informationen und Inspiration erwarten. Tests und Vergleiche von Produkten oder Leistungen durch diese Multiplikator*innen werden als authentisch und vertrauenswürdig wahrgenommen. Influencer-Relations sind besonders für dich geeignet, wenn ein du ein Produkt erklärt willst, die Marke aber selbst keine persönlichen Multimedia-Inhalte produzieren kann beziehungsweise im Internet unterrepräsentiert ist. Influencer*innen können Content tagesaktuell, emotionalisierend, multimedial zur Verfügung stellen und mit Interessenten in Dialog treten. 

Was sind die Vor- und Nachteile von Influencer Marketing? 

Pro Influencer*innen-Kooperation: 

  • Nähe zur deiner potenziellen Zielgruppe – Instagramer, YouTuber und Blogger geben persönliche Einblicke in ihren Alltag, ihre Hobbys oder Beziehungen und in dieses Umfeld wird die eigene Marke oder das Produkt aufgenommen. So verbinden deine Kunden den Influencer mit deinem Produkt und erhalten ein positives Image davon.
  • Digitaler Dialog mit deiner Community – Influencer*innen pflegen die Kontakte zu ihren Followern. Auf Kommentare wird schnell geantwortet, Fragen und Wünsche werden aufgenommen und inhaltlich aufbereitet. 

Contra Influencer*innen-Kooperation: 

  • Flexibilität ist notwendig – es gibt keine Blaupause, jeder Kontaktaufbau und jede Kooperationsvereinbarung ist individuell. 
  • Erhöhter Aufwand – Kampagnen sind häufig kleinteilig und benötigen mehr Abstimmungen. Oft pflegt der Auftraggeber eine enge und persönliche Kommunikation mit dem*der Influencer*in. 

Die Vor- und Nachteile sind am Ende Auslegungssache. Fakt ist, es besteht keine Garantie für eine Kooperation. Anders als bei anderen Marketingbuchungen, entscheiden Auftraggeber und -nehmer*in, ob eine Zusammenarbeit zielführend ist. Starre Vorstellungen führen dabei erfahrungsgemäß nicht zum Erfolg. Beim Zustandekommen einer Zusammenarbeit sind die Ergebnisse jedoch einzigartig und bleiben in Erinnerung. 

Hilft Influencer Marketing bei der eigenen Zielerreichung? 

Kannst du mithilfe von Influencern Unternehmens- und Marketingziele erreichen und messen? Um die Frage beantworten zu können, hilft es, die Marketingziele auf Kanalziele herunterzubrechen. Befindet sich die eigene Zielgruppe in dem sozialen Netzwerk? Passen die Themen zum Produkt oder zur Dienstleistung? Wie lässt sich eine Handlung oder ein Abschluss technisch durch das soziale Netzwerk realisieren? Passen die Follower der Influencer*innen demografisch oder geografisch zu deiner Zielgruppe? Ist die Reichweite ausreichend und relevant? Passt der Auftritt des Kooperationspartners zur eigenen Corporate Identity? Werden ähnliche Werte verkörpert? Wie sind die Bildsprache und die Tonalität der Beitragsinhalte? Mit Hilfe dieser Erkenntnisse sollte die Auswahl der Influencer*innen leichter fallen und die ersten Ideen zur Ausgestaltung können sprudeln.

Wie gehst du Influencer Marketing richtig an?  

Es beginnt immer mit einer Recherche. Oft kennst du genau für die Branche, Region oder Zielgruppe, die gerade gefragt ist, nicht die aktuell erfolgreichen Influencer*innen. Das ist auch gut so, da die Online-Welt stets im Wandel ist.

Folgende Multiplikatoren im Web sind ausschlaggebend, um den richtigen Influencer zu finden:

  • Influencer- oder Blog-Plattformen (sind meist kostenpflichtige Datenbanken) 
  • Schlagwort/Hashtag- oder Standortanalyse eignet sich auf Instagram und führt nicht selten zu einem Schneeballeffekt bei der Recherche 
  • Facebook-Gruppen 
  • Apps als Marktplätze 
  • Suchmaschinen in Kombination mit dem Suchfilter Zeit 
  • Vorhandene Kontakte einbeziehen, Umfragen bei den Kollegen 

Wähle deine Influencer selektiv aus

Wenn potenzielle Influencer*innen gefunden sind, solltest du dir die Profillinks näher ansehen. Nur so kannst du entscheiden, ob die Influencer*innen zu deiner Markenkommunikation passen. In der Regel verbergen sich Webseiten, Blogs, zusätzliche Kanäle in unterschiedlichen sozialen Netzwerken oder weitere Influencer*innen-Kontakte hinter dem ersten Eindruck. Wahres Interesse für die Personen zahlt sich aus, da du so deine Ansprüche besser einschätzen kannst. Beim Betrachten der Kanäle und Beiträge entwickeln sich erste Ideen zur Ausgestaltung der Zusammenarbeit und Fragen kommen auf. Wirbt die Person beispielsweise bereits für ein anderes Produkt oder eine anderen Dienstleistung, eventuell von einem Mitbewerber? Die Recherche ist an dieser Stelle nicht abgeschlossen, da die Bereitschaft und das Interesse der Influencer*innen nicht selbstverständlich ist. Die erste Enttäuschung kannst du dir ersparen, wenn du direkt Kontakt aufnimmst, bevor die Influencer*innen intern oder extern präsentiert oder zur Auswahl gestellt werden. 

Tipp: Es müssen nicht immer die TOP10 Influencer*innen in der Branche sein. Sogenannte Micro-Influencer*innen sind hoch engagiert und haben prozentual eine höhere Sichtbarkeit. Nicht selten erreichen TOP-Multiplikatoren, bedingt durch den Algorithmus des Netzwerkes, nur 10-15 % ihrer Follower mit einem Beitrag. Auch wirst du dich preislich mit Micro-Influencer*innen eher einig, da die Kooperationen in der Regel viel günstiger sind als von sehr berühmten Influencern.

Wie gestaltet sich die erste Kontaktaufnahme zum Influencer?  

Der erste Eindruck zählt. Eine persönliche Ansprache, auch wenn du ein Unternehmen vertretest, ist unverzichtbar. Duzen, das Nutzen von Vornamen und die persönliche Kurzvorstellung per Direktnachricht in einem sozialen Netzwerk der Wahl ist ein guter Anfang. Das Vorhaben sollte kurz vorgestellt werden, um einen guten Überblick über die Erwartungshaltung zu gewähren. Warum passt das Produkt zu den Influencer*innen?

Tipp: Private Nachrichten von einer Unternehmensseite/-account an eine Person zu schicken, mit der man noch nicht vernetzt ist, ist nicht in allen sozialen Medien möglich. Die Nutzung des privaten Social-Media-Profils sollte in Erwägung gezogen werden.

Wenn diese Tipps bei dir Unbehagen auslösen, dann ist das Beziehungsmanagement wohl nichts für dich. Wer seine Handynummer nicht herausgeben möchte und seine privaten Facebook-Bilder usw. nicht preisgeben möchte, wird über kurz oder lang keine Freude an dieser Aufgabe haben. Egal, wie „groß“ Influencer*innen sind, es ergibt sich ein enger Draht. 

Die wichtigsten Inhalte der Kontaktaufnahme

  • Persönliche Grußformel und Vorstellung der eigenen Person 
  • Was befähigt mich? Hintergrundinfos zur Kontaktaufnahme 
  • Überleitung von deiner Aufgabe zum konkreten Anliegen und zur Ausrichtung der Kooperation 

Wenn beiderseitiges Interesse besteht, können E-Mails und Telefonnummern ausgetauscht werden. Eine E-Mail mit Signatur verifiziert die eigene Unternehmenszugehörigkeit, ein Telefonat über das Geschäftstelefon zeigt ernsthafte Absichten und hebt die Verbindung auf eine professionelle Ebene. 

Gut zuzuhören und wechselseitig den Kenntnisstand und das Verständnis abzugleichen, ist dabei nachhaltig und wichtig.  Sobald abgeklärt ist, ob eine beidseitige Zielerreichung möglich ist, kann ein Angebot ausformuliert werden.

Was sieht die Kooperation im Influencer Marketing aus?  

Es benötigt Flexibilität in der Ausgestaltung der Zusammenarbeit. Klare Wünsche und Dont‘s sind hilfreich. Was erreicht werden soll und erste Ideen dienen als Grundlage. Ein gutes Briefing zum bewerbenden Produkt, der Leistung oder der Marke ist essenziell. 

Es ist wichtig zu wissen, welche Content Formate es gibt und wie sie auf das Kooperationsziel einzahlen. Wird etwas demonstriert oder bietet sich ein Anwendungsbeispiel an, dann reichen Bilder oder Videos von Influencer*innen mit dem Produkt. Sollen die Follower mit eingebunden werden, ergeben Live-Videos oder Umfragen Sinn. Wie wird das Produkt, die Leistung oder die Marke nicht nur visuell transportiert? 

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