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Robotik & KI – Die große Chance für Sachsen

Auf dem Event „Robotik & KI – Die große Chance für Sachsen“ haben wir gemeinsam mit Partnern einen Blick auf die Potenziale neuer Technologien für den Freistaat gewagt. Das haben wir gelernt. 

In der Natur gilt das Prinzip der natürlichen Selektion: Erfolgreich ist, wer es schafft, sich an veränderte Bedingungen anzupassen. Das stimmt auch für die Wirtschaft: Wer nicht zum Industriemuseum werden möchte, muss mit der Zeit gehen, neue Technologien ausprobieren und herausfinden, was für das eigene Unternehmen funktioniert. Die neuesten Buzzwords in diesem Spiel: Robotik und Generative Modelle wie ChatGPT. 

Am 9. Juni haben wir mit unseren Partnern vom Wirtschaftsrat Deutschland und Teradyne Robotics im SpinLab in der historischen alten Baumwollspinnerei in Leipzig einen Blick auf die Potenziale dieser beiden neuen Technologien geworfen.  

Hier teilen wir unsere beeindruckendsten Impressionen und wichtigsten Learnings. 

Learning #1: Generative Modelle machen Roboter zugänglich 

Die Theorie klingt einfach: Roboter verfügen über perfekte mechanische Körper. Mit generativen Modellen wie ChatGPT bekommen sie nun die dazu passenden „Gehirne“ um endlich komplett autonom agieren zu können. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht, wie Versuche von Boston Dynamics zeigen: Allzu oft halluzinieren Large Language Models (LLMs) weiterhin fröhlich drauf los, selbst wenn sie in einen Roboter gesteckt und so in der Realität „geerdet“ werden. 

Trotzdem sind die aktuellen Entwicklungen vielversprechend. Das konnte  Aleksej Tokarev von der Leipziger Firma Security Robotics Development & Solutions GmbH auf unserem Event live demonstrieren: Im Test vor Ort fand sein mitgebrachter, Roboter, der hundeähnliche vierbeinige SPOT, verbunden mit einem KI-Sprachmodell, nach einem einfachen Textbefehl problemlos das offene Fenster im Raum. Sehen wir hier den ersten Schritt hin zu autonomen Robotern, mit denen wir uns ganz natürlich werden unterhalten können? Wir sind gespannt. 

Learning #2: Innovationsfreude lohnt sich, auch für den Mittelstand

Dass KI und Robotik in großen Konzernen weiter Einzug halten werden, scheint klar. Doch auch für Mittelständler können sich Mut und Innovationsfreude auszahlen, wie Ronny Buch vom Sensorik- und Anschlusstechnik-Unternehmen Pulsotronic GmbH zeigen konnte: Er präsentierte den Case der Einführung einer kompakten, flexiblen Verguss-Anlage mit Cobot-Roboterarm und lies uns an allen Schritten der Inbetriebnahme teilhaben – Stolpersteine inklusive.  

Sein Fazit: Mittelständler sollten sich in Sachen Robotik trauen und „einfach anfangen“. Selbst wenn Unternehmen nicht sofort „All In“ gehen wollen, sondern mutig und mit Augenmaß einen kleinen Schritt nach dem anderen wagen, gelingt es ihnen auch, Schritt zu halten. 

Learning #3: Innovation braucht ein Narrativ.

Robotik und KI regen unsere Fantasie an. Das ist positiv, ist aber auch immer wieder der Nährboden für Hype. Wird KI uns in wenigen Jahren in ein neues goldenes Zeitalter führen, in dem wir nicht mehr selbst arbeiten müssen, alle Krankheiten ausgerottet sind und wissenschaftliche Durchbrüche am Fließband produziert werden? Oder wird sie, im Gegenteil, die Weltherrschaft an sich reißen, wie im Film „Terminator“? Ganz ehrlich: Vermutlich keines von beiden.  

In seinem Vortrag hat unser Geschäftsführer Benedict Rehbein dargelegt, warum Hype-Zyklen für Anbieter neuer Technologien herausfordernd sind: Sie schüren überhöhte Erwartungen genauso wie irrationale Ängste. Entkommen können Unternehmen beidem nur schwer. Das bedeutet: Sie müssen aus der Not eine Tugend machen. Es genügt nicht nur, Technologie zu erklären. Sie muss erzählt werden: Mit realistischen, aber optimistischen Narrativen. 

Als Co-Veranstalter bedanken wir uns bei allen Vortragenden und natürlich bei unseren zahlreichen Gästen, die mit uns gemeinsam das Event zu so einem großen Erfolg gemacht haben. 

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