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Employer Branding: Strategie und Maßnahmen für die Arbeitgebermarke

Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist beweglicher denn je. Jobs sind leicht zu finden und werden schnell wieder aufgegeben. Geld ist für Arbeitnehmer*innen nicht mehr alles. Dein Unternehmen steht stärker in der Öffentlichkeit. Strategisches Employer Branding hilft dir, Mitarbeitende an dich zu binden, die zu deinen Werten passen. In diesem Blogpost erklären wir, welche Maßnahmen du für eine starke Arbeitgebermarke brauchst. 

„Die beste Employer-Branding-Strategie ist die, an die du bereits in guten Zeiten denkst“, erklärt Ronny Uhlemann, Senior Consultant bei PIO. Tatsächlich besteht gutes Employer Branding aus deutlich mehr als nur einzelne Benefits. Oftmals passiert bereits hier ein Denkfehler: Unternehmen werben für sich mit Sozialleistungen, Büroräumen oder ihrer Unternehmenskultur und vergessen dabei, dass das nichts zählt, wenn der Arbeitgebermarke insgesamt kein Vertrauen geschenkt wird.

„Potenzielle Mitarbeiter*innen schauen nicht mehr nur auf den Namen deines Unternehmens, sondern auch darauf, was dahintersteht. Bist du nachhaltig, machst du was für die Gesellschaft? Lebst du das, was du nach außen erzählst? Geld ist hier zwar wichtig aber das hilft nur über eine gewisse Zeit. Viel stärker ist der Wunsch bei Mitarbeiter*innen, selbst Anteil am Unternehmen zu haben. Sie wollen bei Entscheidungen mitgenommen werden und eventuell auch am Erfolg beteiligt werden?“, erklärt Ronny.

Was ist Employer Branding? 

Mit strategischem Employer Branding wirkt deine Arbeitgebermarke attraktiver und hebt sich positiv vom Wettbewerb ab. Was zählt, ist die Story um deine Arbeitgebermarke. So zeigt dein Unternehmen potenziellen und aktuellen Mitarbeiter*innen, wer du als Arbeitgeber*in bist, woran du glaubst und was du bietest. Stelle heraus, was deine Arbeitgebermarke in ihrer Vision und Unternehmenskultur einzigartig macht. Mit der richtigen Kernbotschaft kannst du Menschen ansprechen, die an diese Vision glauben und die dazu beitragen wollen, sie zu erreichen. 

Wie du eine Strategie für deine Arbeitgebermarke entwickelst 

Wenn du deine Arbeitgebermarke strategisch entwickeln oder schärfen möchtest, solltest du dir zuerst genau ansehen, wo dein Unternehmen momentan steht und wo es in Zukunft hinmöchte. Was sind deine Werte? Wie spiegeln sie sich in der Unternehmenskultur wider? Tust du momentan schon genug, um deine Arbeitgebermarke nach außen richtig zu präsentieren?

Nach der IST-Analyse hilft ein Blick auf den Wettbewerb und die Zielgruppe. Worauf wird hier Wert gelegt? Wie kannst du deine Zielgruppe überzeugen? Hier beginnt die Positionierung der Arbeitgebermarke, wo du Maßnahmen entwickelst, die dabei helfen, deine Marke und deine Präsentation nach außen, nachhaltig aufzubauen.

Sieben Schritte zu einer attraktiven Arbeitgebermarke 

Während der Maßnahmenplanung helfen dir diese sieben Schritte , um zu einer klar abgrenzbaren und attraktiven Employer Brand zu gelangen:

  1. Ergründe deine Unternehmensidentität, dein Leitbild: Zweck, Vision, Mission, Werte  
  2. Verstehe deine Unternehmenskultur: Benefits, Gemeinschaft, Arbeitsweisen, Umgebung 
  3. Analysiere deine Arbeitgebermarke: Aktuelle Story, Maßnahmen, Wirkung 
  4. Nimm deine Wettbewerber unter die Lupe: Wie positionieren sie sich? Wie unterscheiden sie sich? Gibt es Best- oder Worst-Practices? 
  5. Lerne deine Zielgruppen kennen: Demografie, Bedürfnisse, Mediennutzung, Employee Journey 
  6. Formuliere deine Arbeitgeber-Positionierung: Anker, Treiber, Differenziator 
  7. Lege deine Content-Strategie fest: Bedürfnisse der Zielgruppen, Kernbotschaften, Umsetzung, Evaluation 

Sinnvolle Aktionen, die dich als Arbeitgeber attraktiv machen 

Wenn du alle Fragen zu deiner strategischen Ausrichtung geklärt hast, kannst du konkrete Aktionen angehen. Um deine Arbeitgebermarke zu kommunizieren, kannst du zunächst auf klassische Maßnahmen zurückgreifen – wie Stellenausschreibungen oder Welcome-Packages. Darüber hinaus sollte sich dein Unternehmen aber überlegen, welche einzigartigen Aktionen zu deiner Arbeitgebermarke passen könnten. 

Zunächst ist es wichtig, den Mitarbeiter*innen so viele Einblicke wie möglich in das Unternehmen zu gewähren. Unterhaltsamer Video-Content in Form von „Behind the Scenes“ und ausführliches Onboarding vermitteln eine starke Arbeitgebermarke. Kleine Awards oder Auszeichnungen vermitteln Wertschätzung, ebenso wie regelmäßiges Coaching und Mentoring. Employer Branding außerhalb der Arbeitszeit hilft oftmals dabei, den Zusammenhalt im Team zu stärken. Hier bieten sich Offsites, Ausflüge oder Firmenevents an, wo sich Kolleg*innen im ungezwungenen Rahmen kennenlernen können.

Diese Maßnahmen richten sich danach, in welcher Phase der Employee Journey sich deine Adressaten befinden.

Welche Phasen sind für inhaltliche Bedürfnisse des Employer Brandings entscheidend?

  • Awareness
  • Consideration
  • Decision
  • Employment
  • Post-Employment. 

Mit Employer Branding werden Mitarbeitende zu Fans 

„Es kann sein, dass Miarbeiter*innen dein Unternehmen verlassen, weil sie sich mit der neuen Arbeitgebermarke nicht identifizieren. Das ist jedoch kein Problem – es kommen wieder neue Leute nach und die passen dann viel besser zu dir, weil sie schon wegen deiner Werte eingestiegen sind.“, erklärt Ronny. 

Wenn du also sowohl extern als auch intern ganz konkret aufzeigen kannst, was deine Arbeitgebermarke auszeichnet, machst du aus Mitarbeiter*innen echte Fans, die langfristig in deinem Unternehmen arbeiten möchten. Auch wird das Recruiting erleichtert und Mitarbeiter*innen empfehlen dein Unternehmen häufiger.

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