Lage, Lage, Lage – So beeinflusst dein Standort in der Life-Science-Branche deinen PR-Erfolg
Deutschland ist Heimat zahlreicher Life-Science-Hotspots. Wir stellen die wichtigsten von ihnen vor und zeigen, wie eine Niederlassung in einem Hub sich auch PR-seitig für dich lohnt.
Okay, der No-Brainer zuerst: Life Science-, Medizin- und Biotech-Unternehmen siedeln sich gerne in gemeinsamen Clustern, Hubs oder Hotspots an. So weit, so bekannt. Aber welche Vorteile haben sie davon – in Sachen Kommunikation – ganz konkret? Und: Wo finden sich die wichtigsten Life-Science-Hotspots in Deutschland?
In diesem Beitrag fassen wir für dich als Kommunikationsverantwortliche*n zusammen, wie dein Unternehmensstandort deinen PR-Erfolg beeinflusst. Außerdem stellen wir die sieben wichtigsten Life-Science-Hubs des Landes vor.
Wie beeinflusst dein Standort deinen PR-Erfolg in der Life-Science-Branche?
Unternehmen in den Life-Science-Branchen lassen sich oft in derselben Stadt, Region oder demselben Bundesland nieder. Das gilt für Startups wie für etablierte Unternehmen und Konzerne. Häufig finden sich in der direkten Umgebung auch andere wichtige Stakeholder, zum Beispiel:
Anbieter von Labor- und Produktionsdienstleistungen
Universitäten
(Universitäts-)Kliniken
Verbände und/oder Innovations- und Gründungszentren
Politiker*innen
Die räumliche Nähe wirkt sich unmittelbar positiv auf deine Kommunikation innerhalb der Community aus, vor allem in diesen drei Bereichen:
Events, Local und Out-of-Home-Marketing
Beheimatet dein Standort einen ganzen Life-Science-Hub, finden dein lokales und Out-of-Home-Marketing nicht im luftleeren Raum statt. Selbst mit einfachen Plakaten wirbst du nicht nur für dich, sondern trittst als Mitglied einer Community auf, die gemeinsam zum Prestige des Standorts beiträgt. Das ist eine Chance. Es macht deine Kommunikation authentisch und verleiht dir den Purpose, Teil einer gemeinsamen Erfolgsgeschichte zu sein. Zusätzlich bist du über lokale Events wie Verbandstreffen, Messen und ähnliches immer präsent und kannst ganz einfach wichtiges Networking betreiben.
Unsere Expertise im Bereich Eventmanagement und -kommunikation kannst du dir z. B. hier in unserer Case Study über unsere Kooperation mit Kleinanzeigen ansehen.
Employer Branding
Life-Science-Hotspots konzentrieren eine Menge Brainpower auf relativ kleinem Raum. Als Arbeitgeber hast du dort Zugang zu einem großen Pool an erfahrenen Kandidat*innen. Außerdem sorgt die Nähe zu relevanten Universitäten für stetigen Nachschub exzellent ausgebildeter High Potentials. Hinzu kommen Fachkräfte von außerhalb, die die günstigen Bedingungen an deinen Standort locken. Für dein Employer Branding ist das Gold wert, denn es erhöht deine Attraktivität als Arbeitgeber.
Neben Innovationskommunikation ist Employer Branding unser wichtigstes Standbein bei PIO. Darum sieht dir unbedingt unsere Cases zu unseren Projekten mit eBay und Konsum Leipzig an.
Politische Kommunikation
Life-Science-Hubs entstehen nicht einfach so. Sie sind das Ergebnis lokaler Politik. Politische Entscheider*innen vor Ort wissen um die Vorteile, die eine gut vernetzte Community aus Forschung, Startups und Industrie ihrer Region bringen. Sie möchten Unternehmen als Arbeitgeber binden und fördern ihre Ansiedlung genau wie ihren Erfolg häufig auch finanziell. Mit der Wahl deines Standorts entscheidest du also ebenfalls über deinen Zugang zu diesen Entscheider*innen und gewinnst sie als Verbündete.
Das sind Deutschlands sieben wichtigste Life-Science-Hubs
Soweit zur Theorie. Für Startups oder Unternehmen, die nach dem richtigen Ort für eine Niederlassung suchen – oder einfach nur einen Überblick gewinnen möchten – stellt sich die Frage: Welche sind die wichtigsten Life-Science-Hubs in Deutschland und was zeichnet sie aus? Deshalb teilen wir unsere persönliche Liste der besten Standort des Landes mit dir:
Nr. 1: Die Hauptstadtregion Berlin / Brandenburg
Berlin ist arm, aber sexy? Nicht, wenn es um Life Sciences geht! Die Hauptstadt und ihr brandenburgisches Umland sind in dieser Hinsicht tonangebend. Die Metropolregion gilt als führend in den Bereichen Gesundheitswirtschaft und -versorgung. Außerdem wartet sie mit einer einzigartigen Konzentration von Wissenschaft, Kliniken und Wirtschaft auf. Mehr als 760 Unternehmen profitieren von der klinischen Forschungslandschaft und der Nähe zu politischen Entscheidungsträger*innen. Das gilt für global agierende Unternehmen wie Bayer Schering und Pfizer genauso wie für kleine und mittelständische Unternehmen. Für Startups auf Standortsuche ist außerdem die hohe Dichte an Science- und Technologieparks attraktiv, wie der Potsdam Science Park und der Wissenschafts- und Technologiepark Berlin-Adlershof.
Nr. 2: München
Als Life-Science-Hub profitiert München von seiner engen Vernetzung zwischen akademischer Forschung und Biotech-Industrie. So sind ein Großteil der angesiedelten Biotechnologie-Unternehmen am Standort Ausgründungen lokaler wissenschaftlicher Einrichtungen. Dazu gehören namenhafte Institutionen wie die Ludwig-Maximilians-Universität, die Technische Universität München oder die drei biologisch-medizinischen Max-Planck-Institute für Biochemie, Biologische Intelligenz, und Psychiatrie. Der Schwerpunkt vieler Unternehmen in München liegt in der roten Biotechnologie – also im pharmazeutisch-medizinischen Bereich. Vor allem für die Themen personalisierte Medizin und Immuntherapie ist die Bayrische Landeshauptstadt ein echter Hotspot.
Nr. 3: Der Rhein-Neckar Raum um Mannheim und Heidelberg
Neben München ist auch der Rhein-Neckar-Raum ein Hotspot für rote Biotechnologie. Die Region beherbergt aktuell rund zweihundert Unternehmen, Gesellschaften und Forschungseinrichtungen, die alle in einem Umkreis von 30 Kilometern um die Region Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und Darmstadt angesiedelt sind. Zu den lokalen Forschungseinrichtungen gehören etwa die international renommierte Universität Heidelberg, die Universitätsklinik Heidelberg, die Technische Hochschule Mannheim, das Deutsche Krebsforschungszentrum, das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie und das Max-Planck-Institut für medizinische Forschung.
Nr. 4: Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen ist Deutschlands bevölkerungsreichstes Bundesland. Kein Wunder, dass sich ein eigener Life-Science-Hub rund um Düsseldorf und Köln entwickelt hat. Insgesamt finden sich in NRW heute etwa 120 spezialisierte Biotech-Unternehmen. Innerhalb des Bundeslandes sind fast 6.800 Beschäftigte in der Biotech-Industrie tätig. Zugleich ist es einer der stärksten Magneten für finanzielle Mittel. So fließen jährlich etwa 30 Prozent der Investitionen in Forschung und Entwicklung in Deutschland nach Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommt eine exzellente Forschungslandschaft, zu der etwa die Universität zu Köln, die RWTH Aachen und die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn gehören.
Nr. 5: Hamburg / Schleswig-Holstein
Hamburg und Schleswig-Holstein gelten als Hub in den Teilbranchen Medizintechnik, Biotech, Pharma und Digital Health. Kompetenzen finden sich lokal in einem breiten Spektrum von Bereichen. Sie umfassen so unterschiedliche Gebiete wie Bildgebung, Operationstechnologie, KI-Integration, Molekulare Diagnostik, Präzisionsmedizin, Implantologie, Orthopädie, Laborausrüstung, Arzneimittelforschung oder auch Plattformtechnologien. Außerdem befinden sich dort bedeutende Forschungseinrichtungen wie die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik, das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie oder auch das Deutsche Elektronen-Synchrotron oder das European XFEL (X-Ray Free-Electron Laser). Zwei Universitätskliniken in Hamburg-Eppendorf und Schleswig-Holstein runden das Bild ab.
Nr. 6: Sachsen
Okay, als mitteldeutsche Agentur mit Sitz in Leipzig sind wir vermutlich voreingenommen. Doch auch ganz objektiv gilt: Sachsen ist ein echter Hub in Sachen Medizintechnik, Medizinprodukte, Biotechnologie und Pharmazie. Speziell Leipzig gilt als Hotspot in Sachen Biotechnologie mit mehr als 220 Unternehmen, 13 Forschungsinstituten und 5.300 Beschäftigten. Zu den bedeutendsten Forschungseinrichtungen gehören etwa das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, das Helmholtz-Institut für Metabolismus, Adipositas und Gefäßforschung, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung oder das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften.
Als echte Lokalpatrioten haben auch wir den Biotech-Hub Sachsen schon gestärkt. In einem spannenden Rebranding-Prozess wurde mit unserer Hilfe aus biosaxony der Life-Science-Enabler leap:up. Den ganzen Case zum Projekt findest du hier.
Nr. 7: Baden-Württemberg
Der Großraum Stuttgart im „Ländle“ Baden-Württemberg gilt als Heimat eines beeindruckenden Biotechnologie-Clusters. Hier finden sich etwa das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik, das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung und das Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie. Besondere Stärken der Region liegen außer in der Biotechnologie in den Bereichen Gesundheitswirtschaft, Mechatronik, Medizintechnik, Produktionstechnik und Engineering.
Ob als Startup oder etabliertes Unternehmen: In der Life-Science-Branche beeinflusst die Wahl deines Standorts auch deinen Erfolg. Das gilt ebenso für die Kommunikation. Mit unserer Übersicht der wichtigsten Hotspots Deutschland weißt du nun, welche Regionen für dich besonders relevant sind und was sie konkret zu bieten haben.
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